Interview mit Lena Rogge

Lena Rogge: Eine Ju-Jutsu-Athletin mit internationalen Ambitionen

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Die 17-Jährige Schülerin kämpft bereits seit zehn Jahren für den Leinefelder Ju-Jutsu Verein e.V. (LJJV).
Neben zahlreichen Erfolgen auf nationaler Ebene, erkämpfte sich Lena Rogge nun auch den Eintritt in den Bundeskader.
Am vergangenen Wochenende gab sie einen kleinen Einblick in ihre bisherige sportliche Karriere:

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Wie kam es dazu, dass Du Dich für Ju-Jutsu als Sportart entschieden hast?
Das kam eigentlich ganz spontan – mit sieben fragte mich mal eine Freundin, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr nach Leinefelde zum „Schnuppertraining“ zu kommen. Ich hab schon damals gern Sport gemacht und auch meine Eltern fanden die Vorstellung richtig gut, dass ich lerne, mich selbst zu verteidigen – also hab ich einfach „ja“ gesagt.
Nun kämpfst Du schon seit zehn Jahren für den LJJV. Was waren Deine größten Erfolge?
Unter anderem war ich mehrfache Thüringer Landesmeisterin, dreimalige German Open Siegerin (2013 Platz 2), dreimalige Ostdeutsche Meisterin (2013 Platz 2) und bei der Deutschen Meisterschaft 2013 belegte ich, leider nur, Platz 3. Insgesamt habe ich bereits an mehr als 70 Wettkämpfen teilgenommen.
Das sind eine Menge Siege, die Du auf Deinem Erfolgskonto verbuchen kannst. Was macht denn für Dich die besondere Herausforderung aus, ganz speziell bei einem Wettkampf?
Die besondere Herausforderung besteht für mich darin, bei jedem Wettkampf einfach mein Bestes zu geben und dabei stets neue Erfahrungen zu sammeln – mich einfach immer mehr zu verbessern.
Worin liegt für Dich das Besondere beim Ju-Jutsu, im Vergleich zu anderen Kampfsportarten?
Ju-Jutsu ist für mich ein wichtiger Ausgleich zum stressigen Schulleben. Vor allem im Wettkampfsystem finde ich das Auskämpfen von drei komplett verschiedenen Parts abwechslungsreich. Ju-Jutsu verbindet eine Vielzahl von Kampfsportarten, was die riesige Spannweite an möglichen Techniken und komplexen Varianten erklärt. Ich bin immer wieder froh, gerade diesen Kampfsport zu betreiben.
Was war das aufregendste Ereignis, was Du durch den Sport erlebt hast?
Im Laufe der zehn Jahre habe ich echt viele tolle Sachen erlebt und eine Menge großartige Leute kennengelernt. Ich denke jedoch, dass das Aufregendste noch auf mich zukommt: Die kommende Jugend Europameisterschaft (JEM) in Schweden stellt eine ganz neue, große Herausforderung dar.
Seit Anfang 2014 bist Du im Bundeskader aufgenommen worden und hast Dich sogar für die kommende JEM in Schweden qualifiziert. Wie schätzt Du selbst deine Chancen auf internationaler Ebene ein und wie bereitest Du Dich vor?
Ich denke, ich kann nicht sagen, ob meine Chancen gut oder schlecht stehen. Natürlich ist das Kämpfen auf internationaler Ebene eine ganz neue Herausforderung, auf die ich mich durch zusätzliches Judo-Training , um meinen Part 2 zu verbessern, regelmäßiges Ju-Jutsu-Training sowie ein spezielles Trainingslager, in den Osterferien, und verschiedene Lehrgänge und Stützpunkte bestmöglich vorbereiten werde.
Bezogen auf Deine sportliche Karriere: Wo siehst Du Dich in einem Jahr?
Auch das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer zu sagen. Nächstes Jahr werde ich mein Abitur schreiben, was natürlich erstmal vorgeht, jedoch aber nicht das Ende meiner sportlichen Karriere sein soll. Ich lasse es einfach auf mich zukommen.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg bei deiner sportlichen Karriere!

Luidgardis Jendrzej, Presseteam LJJV

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